|
Maximilian Hackländer und das HaRo Motorsport Team
|
|
 |
ADAC Youngster-Slalom-Cup Teilnehmer starten erfolgreich in eine Rennfahrer-Karriere.
Auf dieser Seite: Die erfolgreichen Motorsportler des ADAC Westfalen. |
RÜTHEN/HOCKENHEIMRING
Hackländer beeindruckte trotz defektem Auto
Das Wechselbad der Gefühle am Hockenheimring. Maximilian Hackländer und das HaRo Motorsport Team erlebten beim Saisonabschluß auf dem Hockenheimring ein Nervenaufregendes Finale im VW Polo Cup. Die Ziele wurden vor dem Samstagsqualifying klar definiert.
Möglichst vor seinem ärgsten Verfolger Kris Heidorn in der Startaufstellung stehen um den Sieg in der Rookie Wertung nicht zu gefährden. |
|
Text und Fotos: Rainer Schnitger |
|
 |
 |
 |
 |
Doch daraus wurde nichts, denn bereits nach sechs gefahrenen Runden im Qualifikationstraining ärgerte sich Hackländer über sein Auto. Auf Zeichen seines Renningeneur Uwe Düchting steuerte Maximilian die Box an. „Das Auto geht nicht. Ich kriege nicht die erforderliche Höchstgeschwindigkeit“ beklagte sich Hackländer bei den Ingeneuren von VW Motorsport. In der Tat fehlten Hackländer am Ende der langen Geraden fast 10 km/h auf das Spitzenfeld. Trotz dieser Probleme stand Hackländer aber immer noch auf einem bemerkenswerten 14. Startplatz. Bei Kris Heidorn lief alles perfekt. Platz zwei und somit die erste Startreihe fürs Rennen. Jetzt konnte Maximilian nur noch der „Wettergott“ helfen. Am Sonntag in der früh hatte er sein Rennen und die Wettervorhersage sollte ihm in die Karten spielen. Nass und extrem rutschig, also genau Hackländers Lieblingsverhältnisse. Gespannt schauten die mitgereisten Fans und Zuschauer auf den Tribünen am Sonntagmorgen auf die Großleinwand im Motodrom von Hockenheim. Als die Startampel ausging erwischten 28 Teilnehmer im VW Polo Cup einen guten Start. Nur Hackländer nicht. Mit Motorenproblemen im Qualifying, kämpfte er nun mit einem kapitalen Kupplungschaden. Die Rennkupplung quittierte seinen Dienst, Hackländer würgte das Auto ab und musste viele Teilnehmer passieren lassen. Mit einem dicken Hals und einer gehörigen Portion Wut im Bauch legte Hackländer dann doch noch los. Und wie. Bereits in der ersten Kurve nach der langen Geraden hatte Hackländer schon den ersten Konkurrenten ausgebremst. Auf der Großleinwand stand nun Runde für Runde sein Name eingeblendet. „Hackländer fastet Lap“. Es war halt sein Wetter und die Motorleistung war nun nicht mehr so wichtig. Im Verlauf des Rennens erntete er immer wieder Applaus für seine gewagten, aber immer fairen Überholmanöver. Nach zehn schnellen Rennrunden kämpfte der junge Mann vom MSC Rüthen dann auch noch mit Reifenproblemen. Die Regenreifen waren derart abgefahren, dass sie nicht mehr die gewünschte Haftung erzielten. Am Ende sah man einen völlig erschöpften Hackländer der mit Platz neun unter diesen Umständen aber sehr zufrieden war. Auch das HaRo Motorsport Team resümierte die geleistete Saison im VW Polo Cup als absoluten Erfolg. Nach der Pole-Position am Norisring, den tollen Rennen in Kanada und Barcelona und der nunmehr zweite Platz in der Rookie Wertung lässt alle beteiligten Hoffen bevorstehende Saison 2010 im Langstreckenpokal auf einem 300 PS starken „Seat Leon Supacopa“ wo er bereits jetzt einen Einjahresvertrag im Team Düchting Motorsport unterschrieben hat. Wo Maximilian die Zukunft im Rennsport sieht ist noch völlig offen. Hackländer ist bescheiden aber äußerst talentiert, sehr schnell und hat einen ausgeprägten Sie-geswillen. In den nächsten Wochen wird er sich nun seiner neuen Herausforderung widmen und erste Testfahrten auf der Nürburgring Nordschleife durchführen. Der schönsten, längsten und ge-fährlichsten Rennstrecke der Welt. |
|